Sicherheit am Berg

Meine Packliste für sichere Bergtouren

Bevor wir voll in die Sommersaison starten, ist es immer eine gute Idee, nochmal einen Blick auf unsere Ausrüstung zu werfen. Um am Berg sicher unterwegs zu sein, packe ich je nach Tour verschiedene wichtige und nützliche Dinge ein. Einige davon möchte ich euch hier vorstellen, mit einem speziellen Augenmerk auf die Tatonka Recco Rucksäcke. Diese bieten ein besonderes Feature, das im Fall der Fälle lebensrettend sein kann. Daher freut es mich diesen Sommer mit dem sympathischen, bayerischen Familienunternehmen zusammen zu arbeiten und euch ihre nachhaltig hergestellten Produkte näher vorzustellen. Mehr Infos gibt es auch auf der Website von Tatonka:

Endlich wieder in die Berge - wie hier im Wilden Kaiser

Endlich wieder in die Berge - wie hier im Wilden Kaiser

Seit die Corona Maßnahmen gelockert wurden, zieht es uns alle in die Natur. Der Berg ruft und endlich können wir uns seinem Ruf wieder hingeben und die heimischen Gebirge besser denn je kennen und schätzen lernen. Noch nie war ich so viel in den bayerischen Alpen unterwegs wie diesen Frühsommer, habe neue Regionen entdeckt, große Überschreitungen gemacht und schöne Gipfel gesammelt. Damit wir beim Wandern und Bergsteigen gesund und sicher bleiben, habe ich eine Packliste für euch zusammengestellt.

Hier sind Dinge, die ich zur Sicherheit am Berg je nach Tour empfehlen würde:

Meine Packliste für sicheres Bergsteigen

Meine Packliste für sicheres Bergsteigen

Packliste

  • Tatonka Recco Rucksack

  • Tatonka Erste-Hilfe-Set

  • Stirnlampe

  • Karten

  • GPS-Gerät

  • Regenschutz für den Rucksack

  • Notbiwaksack

  • Sonnenschutz

  • Notfallsnack

  • Helm



Tatonka Recco Rucksack

Storm 25 Recco

Storm 25 Recco

Seit Anfang der Saison haben meine Freundin und ich zwei Wanderrucksäcke von Tatonka auf unseren Touren verwendet: Den Storm 25 Recco mit 25 Litern sowie den Hiking Pack 20 Recco mit 20 Litern. Beide sind mit einem Recco-Reflektor ausgerüstet, einem kleinen roten Streifen, der oben auf dem Deckelfach angebracht ist. Viele weitere Tatonka Produkte verfügen über das Recco System. Mithilfe dieses kleinen Streifens kann die Bergwacht einen Verunglückten Bergsteiger finden. Denn Helikopter können mithilfe eines Recco-Suchgeräts ein Funksignal aussenden, das durch den Recco Reflektor zurückgeworfen wird und so eine Ortung der Person erlaubt. Das Beste dabei ist, dass das System nicht aufgeladen werden muss, sondern durch seine reflektierenden Eigenschaften funktioniert und damit im Gegensatz zu einem Smartphone immer geortet werden kann.

Der kleine rote Recco-Streifen

Der kleine rote Recco-Streifen

Ich hatte noch ein paar Fragen zu diesem Sicherheits-System und konnte diese Bernd Zehetleitner stellen, der sich berufsbedingt gut mit der Recco-Suche auskennt (Bergführer und Einsatzleiter der Bergwacht Sonnthofen). Ich wollte wissen, wo überall die Bergwacht Recco-Suchgeräte für die Vermisstensuche einsetzt: Bisher sind Systeme in den meisten Alpenländer mit Ausnahme von Deutschland im Einsatz. Bei Bedarf könnte aber ein österreichischer Hubschrauber die Recco-Suche eines Vermissten in Deutschland durchführen und es gibt wohl auch Pläne hier bald nachzurüsten.
Auf eine weitere Frage hin versicherte mir Bernd, die Recco-Suche sei auch besonders zur Bergung Verunglückter in Lawinen oder Gletscherspalten geeignet, da zwar oft kein Sichtkontakt bestehe, das Signal aber problemlos durch Schnee und Eis dringe. Lediglich in engen Felsschluchten könne es passieren, dass das Signal zu sehr abgeschwächt werde. Das System erhöht also deutlich die Chance gefunden zu werden und verringert die Zeit, die die Bergwacht dafür benötigt. Hier gibt es weitere Infos zu den Recco-Produkten von Tatonka:

Auch abgesehen davon haben uns die Tatonka Rucksäcke überzeugt. Sie haben ein angenehmes, verstellbares Tragesystem, gute Verarbeitung und sind für uns von der Größe her optimal für Tagestouren am Berg.

Erste-Hilfe-Set

Um am Berg bei Unfällen gewappnet zu sein, sollte man eine medizinische Grundausrüstung mit sich führen. Dazu gehört zum Beispiel ein Verbandspäckchen, diverse Pflaster, eine Schere, sowie eine Zeckenzange. Tatonka bietet verschieden umfangreiche Sets für unterschiedliche Aktivitäten und Gruppengrößen an. Wenn man sich etwas mit dem Thema beschäftigt, ist es natürlich auch möglich zu einem Set je nach eigenem Bedarf und je nach Aktivität einige Artikel hinzuzufügen oder zu entfernen, um etwas Gewicht zu sparen. Das Sortiment von Tatonka findet ihr hier.

Stirnlampe

Sonnenuntergang über dem Chiemsee (Foto: J. Funck)

Sonnenuntergang über dem Chiemsee (Foto: J. Funck)

Ich nehme auf jede Tour eine Stirnlampe mit. Das liegt nicht nur daran, dass ich bei vielen meiner Unternehmungen zum Sonnenauf- oder -untergang unterwegs bin. Es kann immer passieren, dass man mal wegen Schwierigkeiten bei der Wegfindung oder unvorhergesehenen Ereignissen in die Dunkelheit gerät. Ohne Stirnlampe kann es dann gefährlich werden, wohingegen nächtliches Wandern mit Stirnlampe meistens kein Problem darstellt.

Jill mit dem Hiking Pack 20 Recco

Der etwas kleinere Hiking Pack 20 Recco

Karten

Zur Planung einer Route zu Hause verwende ich meist Tools mit Online-Karten oder auch physische Wanderkarten. Während der Tour sollte man sich aber sicherheitshalber nicht auf Erstere verlassen, wegen oft mangelnder Internetverbindung. Ich bevorzuge es unterwegs auf Offline-Karten-Apps zurückzugreifen, bei denen die detaillierten Karteninformationen lokal auf meinem Smartphone gespeichert sind (z.B. maps.me oder mapy.cz). Ein weiterer Vorteil: Man kann mithilfe der Apps unterwegs genau berechnen wie viele Kilometer und Höhenmeter noch vor einem liegen.

GPS-Gerät

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Ein GPS-Gerät ist nicht unbedingt ein Muss, kann die Routenfindung am Berg aber deutlich sicherer machen. Ich verwende eine GPS-fähige Multisport-Uhr. Auf diese kann ich mir vor der Tour den Routenverlauf laden und werde gewarnt sobald ich den vorgegebenen Weg verlasse. Auch ohne vorgeplanten Routenverlauf kann ich mit einem schnellen Blick aufs Handgelenk sehen, ob ich noch auf dem Wanderweg bin und mithilfe des barometrischen Höhenmessers einfach feststellen, auf welcher Höhe ich mich gerade befinde.

Regenschutz für den Rucksack

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Für mich gehört auf jede Tour ein Regenschutz für den Rucksack ins Gepäck. Es muss gewährleistet sein, dass auch nach heftigem Regen, physische Karten oder elektronische Geräte wie das Smartphone noch funktionsfähig sind und man im Idealfall noch trockene Wechselkleidung im Rucksack hat. Praktischerweise ist bei den Tatonka Rucksäcken bereits ein kleines handliches Päckchen mit Cape zum Schutz vor Regen mit dabei.

Notbiwaksack

Ein Biwaksack ist ein dünner, wasserdichter Sack der im Notfall gegen ein Auskühlen des Körpers hilft. Zugegeben, diesen habe ich nicht immer dabei. Einmal hat er mir aber schon sehr wichtige Dienste erweist, als ich wegen eines Wetterumschwungs eine ganze Nacht bei Schneeregen auf 3500m sitzend notbiwakieren musste. Hier half mir der Biwaksack etwas Kälte, Nässe und Wind von außen abzuschirmen und ein wenig besser meine abgegebene Körperwärme im Sack zu isolieren. Angenehm war die Nacht trotzdem nicht ;)

Sonnenschutz

Sonniger Tag im Wilden Kaiser

Sonniger Tag im Wilden Kaiser

Die Sonneneinstrahlung ist mit zunehmender Höhe intensiver und somit ist es wichtig und gesund sich bei Bergtouren ausreichend vor der Sonne zu schützen. Besonders die Augen müssen mit guten Sonnenbrillen der Kategorie 3 oder 4 geschützt werden. Ein Hut oder eine Cap schützen den Kopf effektiv vor zu viel Sonne und reduzieren so die Gefahr von Schwindel, zu hohem Flüssigkeitsverlust und Sonnenstichen. Außerdem sollte man offene Haut gut mit Sonnencreme einschmieren um kurzfristig Sonnenbrand und langfristig gefährliche Karzinome auf der Haut zu vermeiden.

Notfallsnack

Bei längeren Touren nehme ich immer einen Energie-Riegel mit über 500 kcal mit. Oft brauche ich diesen zusätzlich zur normalen Brotzeit gar nicht, aber es ist sicherer einen Notfallsnack mit sich zu tragen. Falls man unvermittelt in Unterzucker gerät, ist es schwierig die Konzentration hochzuhalten und man kann am Berg leicht in Schwierigkeiten geraten. Ein Snack, wie ein großer Müsliriegel, der für den Körper schnell zugängliche Energie liefert, kann hier Wunder wirken.

Helm

Auch bei manchen Bergtouren mit einfach zu bewältigenden Steigen, Klettersteigen oder Querungen, kann es ratsam sein, einen Helm zu tragen. Ich habe über die letzten Jahre aufgrund einiger Erlebnisse größeren Respekt vor Steinschlag bekommen und überlege mir nun öfter zur Sicherheit einen Helm mitzunehmen. Dieser lässt sich übrigens auch gut mit praktischen Clips außen an den Tatonka Rucksäcken befestigen.

Fazit

Natürlich sind nicht alle oben genannten Dinge auf jeder Tour nötig. Ich passe die Auswahl je nach Art der Aktivität und Länge der Route an. Auch unterscheidet sich das Sicherheitsempfinden von Person zu Person. Aber es macht Sinn, sich in puncto Sicherheit einmal über die eigene Ausrüstung Gedanken zu machen und vielleicht den einen oder anderen Artikel aus der Liste mit ins Gepäck aufzunehmen. Ich finde es auf jeden Fall ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass ich im Falle eines Unfalls bei einer Recco-Suche mit meinem Tatonka Recco Rucksack mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr schnell gefunden und gerettet werden kann. Mehr Infos zum Thema gibt es hier:

Übrigens

Tatonka ist es wichtig seiner sozialen Verantwortung als Unternehmen nachzukommen. Daher hat man sich für ein Open Factory Konzept entschieden: In ihrer firmeneigenen Produktionsstätte in Vietnam kann sich bei einer Führung jeder persönlich von den fairen Arbeitsbedingungen überzeugen. Zudem wird bei den Produkten auf möglichst nachhaltige Materialien gesetzt. Der Hiking Pack 20 Recco zum Beispiel ist anteilig aus recyclebarem Polyester produziert, und daher mit dem Tatonka Green Label versehen.

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